Alicja Rogalska // Juli-Dezember 2019

 

Artist Statement

Derzeit dient meine Arbeit dazu, gesellschaftliche Situationen, Orte, öffentliche Installationen und Performances zu erschaffen, sowie diese zu dokumentieren, häufig inform von Video. Mein Ausgangspunkt ist dabei meistens ein bestimmter Kontext, eine Gruppe von Personen oder ein lokales Thema. Ich versuche jedoch nicht einfach, mich mit diesem Thema zu befassen und Lösungen anzubieten: ich bemühe mich, subtile Änderungen der Realität, Eindrücke von Alternativen oder Prototypen und neuen Szenarien zu erschaffen. Da meine Projekte sowohl in einem Kontext verortet und spekulativ sind, loten sie den Raum zwischen dem was bereits existiert und dem was möglich sein könnte aus. Die Struktur der Situationen, Installationen oder Performances die ich erschaffe, wird von mir, nach einer vorangegangenen Recherche Periode, vorgegeben und, häufig in Kollaboration mit anderen, die das Projekt mit ihrer Expertise oder einer bestimmten Fähigkeit unterstützen, umgesetzt. Sie fungieren als Impulsgeber für kollektives Hinterfragen, Imaginieren, Nachdenken und dem Erproben verschiedener Möglichkeiten des Zusammenseins. Neben den Menschen, die meine Projekte zu einem bestimmten Moment erleben, existieren sie auch für ein zweites Kunstpublikum, als Videos, Objekte oder Installationen, fort.

 

 

Alicja Rogalska (*1979, Ostrołęka) studierte Visual Cultures an der University of Stockholm, Gender und Cultural Studies and der University of Warsaw und Fine Art am Goldsmiths College, University of London. Ihre Arbeit ist interdisziplinär und baut auf Recherche auf, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf gesellschaftlichen Strukturen und den politischen Implikationen des Alltäglichen liegt. Rogalska arbeitet zumeist kontextspezifisch und häufig in Kollaboration mit anderen.

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