John Monteith // “City Speaks – A Conversation at the Dinner Table” // Juli-September 2011

 

“City Speaks – A Conversation at the Dinner Table” wurde 2011 von John Monteith (Kanada) organisiert. John lud sechs Kunstschaffende aus Köln dazu ein, sich als Mitwirkende dem Projekt anzuschließen. Mit ihnen traf er sich während des Projektes zweimal pro Woche zu einem Abendessen, wobei jeder Teilnehmer einmal der Gastgeber war. Es war eine heterogene Gruppe von Künstlern, Musikern, Journalisten und Theaterleuten die an einem Tisch saßen und über Themen wie Städte, Architektur, Orte und speziell auch das Leben in Köln diskutierten.

in Zusammenarbeit mit den Kölner Kunst- und Kulturschaffenden: Ilka Geyer (Musikjournalistin), Jens Kuklik (Theatermacher/Baukünstler), Oliver Kunkel (Bildender Künstler), Stawrula Panagiotaki (Dramaturgin), Mick Schulz (Musiker/Journalist), Stephanie Zeiler (Künstlerin, Journalistin).

Ausgehend von Diskussionen zu sozialen, ökonomischen und politischen Strukturen der Stadt, ihrer architektonischen und geographischen Lage, entstand die Idee, ein hybrides Projekt zu entwickeln das jene ‘social practice’ in eine Performance erweitern sollte. Die Unterhaltungen während der Abendessen, die grundlegend für das gemeinsame Projekt waren, wurden somit selbst zur Abschlusspräsentation. Während der Planungen des Projektes wurden performative Elemente, wie etwa die Festlegung eines „Plots“ und eine bewusste Platzierung der Künstler innerhalb der „Szene“ diskutiert, schließlich aber abgelehnt, da dies mehr auf eine geplante Theaterhandlung als auf ein eigentliches soziales Engagement zurückgeführt hätte. Die Abschlusarbeit wurde als Esstisch in einem Ausstellungsraum präsentiert, der fünf Künstlern sowie auch fünf Gästen Platz zum Mitessen und Interagieren bot. Die somit entstandene Situation ermöglichte Besuchern, bei traditionellen kölschen Speisen ihre Erfahrungen und Gedanken zu der Stadt und der Struktur ihrer Interaktionen zu teilen. Hierdurch wurde eine Möglichkeit gegeben, Fremde inhaltlich Teil werden zu lassen während sie sich formal über die Beziehung zu ihrer Heimat, öffentlichen Plätzen und ihrer Nachbarschaft äußerten. Um das Geschehen gab es eine Ausstellung mit Arbeiten der einzelnen Akteure. Zu gleichen Themen haben sie sehr unterschiedliche Dinge hervorgebracht.

 

John Monteith (Kanada) lebt und arbeitet in Brooklyn, New York. Seine Arbeiten bewegen sich materiell zwischen Zeichnung, Malerei und Fotografie. Ein wiederkehrendes Thema ist dabei die Stadt als urbaner, mobiler und sich ständig verändernder Raum, wobei die statische Bildvorlage durch eine Form von geschichteter Komposition dekonstruiert wird. Durch diesen Prozess der Perpektivenverschiebung, Fragmentierung, Schichtung, Multiplikation und Ineinandergreifen werden seine Arbeiten zu Dokumenten einer zeitlich begrenzten Verbindung des urbanen und des persönlichen Raumes. Die neu entstehenden Bilder sind Referenzen an die Komplexität des Aufeinandertreffens von Geschichte und Erinnerung.

John Monteith war mit dem New Yorker K48 Kontinuum an verschiedenen Collaborationen beteiligt. Ausstellungsbeteiligungen umfassen etwa “The Black Cub3”, im Rahmen der X-Initiative in Manhatten, und “The Last Slice”, als Teil der Ausstellung “No Soul For Sale” in der Tate Modern. In Toronto kombinierte John Monteith mit dem Choreografen Christopher House und dem Bildhauer Bruno Billio Zeichnungen, Skulpturen und Tanz in einer multidiszipliären Performance. John wird vertreten durch O´Born Contemporary.