Feiert mit uns zehn Jahre CAT Cologne!

Geplant ist eine Ausstellung als Rückblick auf die letzten zehn Jahre der Künstlerresidenz. Dazu erscheint ein umfangreicher Katalog und einige unserer ehemaligen Residenzkünstler werden uns wieder besuchen. Save the date!

„Process: a call for regeneration“
5. bis 27. September 2020
kuratiert von Julia Haarmann und Khanyisile Mbongwa

 

„Process: a call for regeneration“ betrachtet Kunst als Statement, als Möglichkeit, aktiv zu werden oder komplexe Zusammenhänge unserer Lebensbedingungen zu untersuchen. Statt konkrete Lösungen anzubieten, besteht das den Künsten innewohnende Potential vielmehr darin, auf die eigentlichen Fragen hinzuweisen und das Bewusstsein zu schärfen. Die Ausstellung schafft einen spezifischen Kontext für diese „‘katalysierende Figuren‘ (…), die in der Lage sind, neue Visionen einer Realität zu erfinden und zu aktivieren. Unzählige Details solcher Realitäten ziehen unbemerkt am gemeinsamen Blick vorbei, beeinflusst nicht nur von durch Massenmedien verbreitete Stereotypen, sondern auch von einer weit verbreiteten Amnesie in Bezug auf Bürger- und Menschenrechte”.[1]

Die Ausstellung prozessorientierter Arbeiten entfaltet sich entlang dreier Blickwinkel. Diese richten sich auf Prozesse, die bereits vor der eigentlichen Produktion auf das künstlerische Selbstverständnis und die Arbeitsweise einwirken, Prozesse, die sich im Moment der Produktion entfalten und solche, die sich anhand einer nachhaltigen Wirkung manifestieren. Während sich das erste Kapitel hauptsächlich auf kulturelle und biografische Hintergründe bezieht, nimmt das zweite Synergien und Netzwerke in den Blick, deren Energie sich im Moment der Produktion und Ausstellung entfaltet. Das dritte Kapitel befasst sich mit Methoden der Außenwirkung und Aktivierung. Zu diesen zählen Bewusstseinsbildung, Förderung von Widerstand, konkrete Maßnahmen und nicht zuletzt auch dem sozialen Wandel dienende Beiträge.

„Process: a call for regeneration“ findet anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Künstlerresidenz CAT Cologne statt. Mit seinem Fokus auf engagierter und Community-basierter Arbeit hat CAT zahlreiche internationale Künstler eingeladen und Projekte begleitet, die als Prozess meist außerhalb des klassischen Ausstellungsraums in Erscheinung traten. Um auf diese Tatsache zu reagieren, werden aus diesen und verwandten Projekten stamme Arbeiten nun schließlich in einen neuen Ausstellungskontext übertragen und durch Arbeiten weiterer Künstler ergänzt, die mit dem Programm verbunden sind.

Ausstellungort ist ein S-Bahnbogen in der Nähe des Kölner Hauptbahnhofs. Dieser urbane Ort, der zugleich geschützt wie auch durch Mobilität und Transit geprägt ist, bietet einen idealen Kontext. Anders als eine Institution mit ihren Normen und festen Strukturen, zeichnet sich der öffentliche Raum durch permanent stattfindende Verhandlungsprozesse aus. Dieses Umfeld entspricht dem transformativen Charakter der Arbeiten. Die Ausstellung wird begleitet durch Künstlergespräche, Dinnerpartys, Performances und Musik. Die meisten Künstler werden bei der Eröffnung anwesend sein und stellen so die wichtigste Ressource ihrer eigenen Arbeit: Menschen. Eine Dokumentation aller während der letzten zehn Jahre durch CAT Cologne realisierten Projekte ist während der gesamten Ausstellung erhältlich. Zum Abschluss erscheint ein Ausstellungskatalog.

 

[1] Ambrozoic, Mara, „Regeneration“, in: „Art as a Thinking Process. Visual Forms of Knowledge Production“, Hrsg. Ambrozoic, Mara, und Vettese, Angela, 2013, S. 30-38, S. 33.

 

 

 

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