Alex White-Mazzarella // “Bin ich Arbeit?” // Juli-September 2013

Während seines Projektes in Köln ging Alex White-Mazzarela der Frage nach, welchen Einfluss Arbeit auf unser Leben hat.

Wie stark identifizierst du dich mit der Arbeit die du tagtäglich machst? Wie verhältst du dich auf der Arbeit? Beeinflusst dein Job die Art und Weise wie du mit deinen Mitmenschen umgehst? Wie gehst du mit dir selbst um? Sehnst du dich nach mehr Zeit, Ruhe und Müßiggang? Oder suchst du nach einem Weg deine persönlichen Vorstellungen und Werte mit in dein Arbeitsumfeld zu integrieren?

Nach einem Workshopauftakt mit Regisseur Gregor Leschig trug Alex White-Mazzarella diese Fragen in den öffentlichen Raum.

Arbeit hat viele Facetten: Für die einen ist es eine Bürde, für die anderen reine Freude und angeklagt wird meistens das System. Doch ist es wirklich das System, das uns einschränkt, ein ethisches und stressfreies Arbeitsumfeld zu gestalten? Oder sind es wir selbst, die wir eingefroren sind in unseren Strukturen, die wir durch unser Verhalten unterstützt haben? Welche Bedeutung hat Arbeit für Dich? Die Suche nach Antworten wird in den nächsten zwei Wochen mit Hilfe von Recherche, öffentlichem Engagement und Aktionen auf den Straßen von Köln stattfinden.

Alex White-Mazzarella: “Wir alle erleben Momente, in denen wir vollständig sensibilisiert und präsent sind und im Einklang mit dem, was wir unter einem entspannten und zufriedenen Zustand des Geistes verstehen. Momente der Besinnung, in denen wir uns selbst näher kommen und verstehen, wer wir wirklich sind und was wir brauchen. Momente, die uns dabei helfen unsere Menschlichkeit und Ethik zu erleben. Was passiert, wenn wir solche Momente auch in unser Arbeitsumfeld einbringen würden? Wie würden wir mit unseren Kollegen, unseren Chefs, und uns selbst umgehen? Was würden wir in uns selbst und in unseren Mitarbeitern erkennen, das sonst durch Stress, Leistungsanforderungen, Angst und Konkurrenz unterdrückt wird? Das ist was wir versuchen herauszufinden, wenn wir mit der Öffentlichkeit interagieren, um Räume der Besinnung durch Kunst im öffentlichen Raum zu kreieren.”

Unmittelbar im Anschluss an das Projekt in Köln wurde die Aktion in New York fortgesetzt und sorgte dort für erstaunlich unterschiedliche Reaktionen und Ergebnisse.

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